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Fahrt nach Saint-Dié 2011 PDF Drucken E-Mail

Erster Austausch mit Saint-Dié

Endlich war es so weit: Am Montag, den 11. April fuhren wir auf Stufenfahrt. Für den Großteil der Stufe ging es nach Kehl, jedoch 21 Schülerinnen und Schüler fuhren nach Saint-Dié.

Voller Aufregung betraten wir die Busse, jedoch machte sich langsam ein bisschen Angst bemerkbar, denn keiner wusste genau was genau auf ihn zukam. Dennoch überwog die Freude auf die französischen Schüler und das Land: Frankreich. Nachdem wir die Schüler, welche nicht nach Frankreich mitreisten, in Kehl abgesetzt hatten, waren es auch nur noch wenige Kilometer bis zur französischen Grenze. Unsere Ankunft verzögerte sich jedoch um 2 Stunden, denn kurz vor Straßburg gerieten wir in einen Stau. Als wir am frühen Abend endlich am Vautrin-Lud, unserer Gastschule, ankamen, war die Aufregung kaum noch zurückzuhalten. Nach einer kurzen Begrüßung wurden wir unseren Gastfamilien zugewiesen und schon ging es in unser vorübergehendes Zuhause. Der erste Abend war für jeden, für die Gastfamilie sowie die  Gastschüler, ziemlich aufregend und spannend, dennoch konnten wir es kaum erwarten uns am nächsten Morgen im Collège wieder zu treffen, um uns über unsere Erfahrungen auszutauschen. Im Laufe der Woche besichtigten wir zahlreiche Museen und besuchten Straßburg und Saint-Dié, natürlich auch zum Shoppen. Einen Tag besichtigten wir eine Bonbonfabrik, in der wir gezeigt bekamen, wie die Bonbons gemacht wurden und anschließend natürlich auch naschen durften. Die Bonbons sowie die Bonbonmänner sind sehr zu empfehlen. Während der gesamten Woche in Frankreich hatten wir sehr viel Spaß mit unseren Austauschschülern und am Tag der Abreise war die Stimmung betrübt, denn wir waren uns alle ans Herz gewachsen. - Doch es gab eine Aufmunterung: Die Franzosen würden in ein paar Wochen nach Deutschland kommen!

Und am 15. Mai war es dann auch endlich soweit. Gegen 17 Uhr kamen die Franzosen am Bahnhof an und die Wiedersehensfreude war deutlich spürbar. Wir verbrachten eine sehr schöne Woche mit ihnen, in der wir wieder viel Spaß hatten. Wir waren in Köln, besichtigten den Dom und hatten ausgiebig Zeit zum Shoppen. Zudem besichtigten wir den Sauerlandpark in Hemer und waren natürlich auch beim Bürgermeister. Schon am Abschiedsabend flossen Tränen, denn während der 11 Tage waren die Franzosen uns alle ans Herz gewachsen und wir den Franzosen natürlich auch. So verbrachten wir in großer Gemeinschaft einen schönen Abschlussabend mit Pizza und viel Spaß und  fürchteten uns schon vor dem kommenden Morgen: Der Abschied. Um kurz vor 8 trafen wir uns am Bahnhof um Abschied zu nehmen. Der Bus wartete bereits und die Trauer über die Abreise lag in der Luft. Dann wurde es Ernst: Eine letzte Umarmung und zahlreiche Tränen und die Franzosen verschwanden im Bus. Viele Austauschpaare beschlossen sich während der Ferien noch einmal zu sehen, was dennoch nicht wirklich aufmunterte, denn selbst in so einer kurzen Zeit, können einem eigentlich fremde Menschen ziemlich wichtig werden. Mit lautem Hupen verabschiedete sich der Bus mit den Franzosen und bog um die Ecke. Wir können euch allen nur empfehlen diese Chance wahrzunehmen, denn man sammelt viele Erfahrungen und lernt viele neue Wörter, die man vielleicht im Unterricht nie gelernt hätte – wenn ihr versteht was wir meinen ;)

(Kira Stihl & Saskia Rose, 8d)

 Atchik Atchik Atchik Aie Aie Aie

Herr Menke machte uns den Austausch schmackhaft, sagte allerdings:“Wenn die Lebensumstände anders sind, als ihr es gewohnt seid, lasst euch nichts anmerken, das kann man ja wohl mal eine Woche aushalten.“…

Am Montag, den 11.04.11, ging es dann los auf die große Reise nach Saint-Dié, zuerst noch mit unseren lieben Lateinern, die wir aber an der Jungendherberge in Kehl verabschieden mussten. Nach insgesamt 11 Stunden anstrengender Fahrt, kamen wir dann in dem kleinen Städtchen Saint-Dié an. Alle beteten heimlich, still und leise, dass der Bus nicht weiter nach rechts den Berg hoch führe, doch wie es kommen musste, fuhr er nach rechts und setzte prompt auf, da der Berg so steil war. Doch das war nicht der einzige Grund, warum wir diesen Berg nicht hoch wollten… Oben angekommen und von den Gastfamilien begrüßt ging es auch schon schnell alleine in die neue Bleibe.  Am Dienstag kamen alle erleichtert in die Schule zum Unterricht, da die Lebensumstände doch anders waren als erwartet, genau wie der Unterricht. Er war weniger diszipliniert und auch der Unterschied des Lernpensums, zwischen Collège und Gymnasium, war bemerkbar. Nach dem Ansturm der anderen Schüler, die taten als hätten sie noch nie einen Deutschen gesehen, ging es auf zur Stadtrallye und zum Bürgermeister. Nach dem Mittagessen in der Mensa (ein Fall für sich) besichtigten wir ein Bonbonmuseum.    Der Mittwoch begann wie der Dienstag, doch die erschreckende Nachricht einer Schlägerei wegen unseres Aufenthalts sorgte bei allen für Aufruhr, da kam der Besuch in dem Museum „ Pierre Noel“ , eine Museum über die Stadt, ganz richtig… Danach folgte ein Picknick im Schulgebäude mit allen Gastfamilien, es schmeckte uns allen ganz gut und auch das restliche Programm des Tages war in Ordnung. Alle freuten sich auf den Donnerstag, den Aufenthalt in Straßburg, doch das Resümee des Tages war enttäuschend, da die Zeit in der Stadt einfach zu knapp war. Am Freitag fuhren wir erst mal erleichtert zurück. Der Trennungsschmerz wurde von unserem Spaß im Bus überdeckt, es war sehr lustig bis die Lateiner kamen und wir wieder bekannte Gegenden erreichten.

Am Sonntag, den 15.05.2011 um 17:00 Uhr kamen die erschöpften Franzosen endlich am Mendener Bahnhof an. Nachdem sich alle verabschiedet hatten, ging es nach Hause. Montagmorgen besuchten wir zuerst mit unseren Franzosen die ersten 4 Stunden des Unterrichts. Im Klassenraum war es zwar teilweise sehr eng, da wir zu viele waren, aber es war sehr lustig. Danach haben die Franzosen eine Stadtrallye gemacht, welche allerdings wohl sehr schwer gewesen ist. Am Nachmittag hatten wir Freizeit und konnten so machen, was wir wollten.Dienstag war es dann endlich so weit: Wir fuhren nach Köln. Die Organisationskünste der deutschen Lehrerinnen übertrafen die der Französinnen um Längen, was man am Aufenthalt in Köln merkte. Es war einfach klasse!!! Am Abend kamen wir alle erschöpft, aber guter Laune (Inklusive vieler Köln-T-Shirts) wieder in Menden an. Mittwochs ging es dann morgens (nachdem wir 2 Stunden Schule hatten) in den Sauerlandpark Hemer. Der letzte Tag des Aufenthalts der Franzosen war der vielleicht beste! Nachdem wir einen Empfang bei Bärbel Lewald (der stellvertretenden Bürgermeisterin) im Ratssaal hatten, besuchten unsere Gastschüler die Reckenhöhle. Doch das Beste kam zum Schluss: Unser Abschlussabend mit Eltern und Pizzaessen in der Mensa. Wir hatten sehr viel Spaß und alle waren gaga, sogar die Eltern. Aber auch die schönste Zeit muss einmal ein Ende haben und so wurden Freitagmorgen viele Tränen vergossen, als es „Au revoir“ hieß.

Von Nele Trennephol (8b), Julia Steinberg (8b) und Caroline Kehne (8c)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 14. September 2011 um 21:49 Uhr
 
Neue Partnerschule für das Walram? PDF Drucken E-Mail

Selbstverständlich ist es sinnvoll und erstrebenswert, Schülern, die Französisch lernen, einen Aufenthalt in Frankreich oder noch besser in einer französischen Familie zu ermöglichen.

Das Walram-Gymnasium hat bereits seit 20 Jahren eine Partnerschule in Tours, aber die dort für den Austausch verantwortliche Lehrerin wurde letztes Jahr pensioniert und die Fortführung der gegenseitigen Besucher ist noch fraglich.

Unsere Bemühungen um ein weiteres Angebot für unsere Französisch lernenden Schüler mündeten jetzt in einen 2-tägigen Aufenthalt in Heidelberg. Liegt Heidelberg in Frankreich?

Wir hatten vor 17 Jahren eine sehr nette französische Assistentin, Nathalie, der Menden und das Walram seit jener Zeit ans Herz gewachsen sind und mit der wir vor kurzem wieder Kontakt aufnehmen konnten. Sie unterrichtet Deutsch an einem College in Saint-Dié, einem kleinen Ort in den Vogesen zwischen Straßburg, Freiburg und Colmar.

Bei Jochen Menke, dem Koordinator für Sprachen am Walram-Gymnasium, war schnell die Idee geboren, sich mit interessierten Schülern auf halbem Wege zu treffen, um sich erst einmal zu „beschnuppern“. Die Tatsache, dass sich die Schüler aus 3 Jahrgangsstufen (7 – 9) rekrutierten und sich ihre Gesamtzahl auf 94 (!) belief, stellte für beide Schulen etwas Einmaliges dar.

Vorweggenommen, die Begegnung war etwas ganz Besonderes. Ideale Rahmenbedingungen wie sommerliches Wetter, eine ausgezeichnete Jugendherberge, die charmante Atmosphäre der romantischen Stadt Heidelberg und wirklich nette, engagierte Schüler trugen zum Gelingen dieses Projektes bei.

Die meisten Schüler hatten sich in der Zeit vor diesem Wochenende – es sollten ein Samstag und Sonntag sein, damit kein Unterricht ausfiel – durch Emails und „Steckbriefe“ bereits etwas kennen gelernt.


Das Programm in Heidelberg bestand aus einer Stadtrallye, einem gemeinsamen Abend (Vorstellen der Schulen, Musik, Sketche, Quiz), interaktiven Spiele in beiden Sprachen am nächsten Vormittag und einer abschließenden kleinen Wanderung auf dem Philosophenweg. Es wurde Wert darauf gelegt, dass alles in gemischten deutsch-französischen Gruppen geschah, inklusive der Zimmerbelegung.

Es war nicht überraschend, dass die Zeit sehr schnell verging und dass man nicht wirklich den Nachhauseweg antreten wollte. Schön war es zu sehen, wie ein Entwicklungsprozess vom vorsichtigen Beobachten, Aufeinanderzugehen hin zum intensiveren Miteinanderumgehen ablief. Wir Lehrer hatten die Kinder ermutigt, munter in der Fremdsprache zu agieren und möglichst ungehemmt ohne Rücksicht auf Fehler zu reden, was dann auch wirklich geschah.

In der recht kurzen Zeit des Zusammenseins haben die Schüler viel vom jeweils anderen Partner und seinem Land erfahren und deshalb werden sie – zumindest für einige Zeit – eher bereit sein, mehr Energie in das Erlernen von Vokabeln und Grammatik zu investieren.

 

Da diese Erstbegegnung von allen Beteiligten als wirklich gelungen angesehen wurde, waren sich die begleitenden Lehrer – aus Saint-Dié waren es 4 Kolleginnen, vom Walram waren es Sabine Gerdes, Sabine Waldmeier und Jochen Menke - schnell einig, möglichst umgehend an die Planung regelmäßiger Austauschbesuche in Menden und Saint-Dié zu gehen. Dies ist für das nächste Schuljahr vorgesehen. Bereits jetzt haben sich aber einige Schüler beider Schulen für die Sommerferien privat verabredet.

Der freundschaftliche Umgang aller Beteiligten miteinander mag als Beitrag für die lebende deutsch-französische Freundschaft angesehen werden, welche, genau wie andere internationale Begegnungen, ein wesentliches Element der Schulkultur am Walram-Gymnasium ist.

 


 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 14. Dezember 2010 um 11:21 Uhr
 
Noch ein paar Bilder vom Treffen in Heidelberg PDF Drucken E-Mail
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 12. Februar 2011 um 21:48 Uhr