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Erprobung des Doppelstundenrasters am Walram-Gymnasium

Im Schuljahr 2008/09 wurde in den Mitwirkungsgremien - Lehrerkonferenz, Schulpflegschaft, Schülervertretung und Schulkonferenz – intensiv über die Veränderung des Stundenrasters und insbesondere die Einführung von Doppelstunden in der Sekundarstufe I diskutiert. Im Bereich der Doppelstunden liegen bereits Erfahrungen am Walram-Gymnasium vor, denn sowohl in der Oberstufe als auch dem Differenzierungsbereich der Mittelstufe wird überwiegend in Doppelstunden unterrichtet.

Am 09.06.2009 hat die Schulkonferenz nun die Erprobung des Doppelstundenrasters auch in der Sekundarstufe I beschlossen.

Wie ist das Doppelstundenraster gestaltet?

Die ersten vier Stunden sollen als Grundprinzip in Doppelstunden unterrichtet werden, bei der 5. und 6. Stunde wird es bei Bedarf auch Einzelstunden geben. Innerhalb einer Doppelstunde (90 Minuten) entfällt die 5-Minuten-Pause. Diese wird an die großen Pausen angehängt.

 Welche Vorteile erwarten wir bei einem Doppelstundenraster?

  • Klassenraumwechsel finden in der Regel nur in den großen Pausen statt. Dadurch entsteht mehr Ruhe im Klassenverband und in der Schule. Zur größeren Ruhe und zur Erholung trägt auch die Verlängerung der großen Pausen um 5 Minuten bei.

  • Am Schultag erfolgt eine Reduzierung der Fächer, was gerade auch an Tagen mit Nachmittagsunterricht wichtig ist. Gleichzeitig nimmt das Tornistergewicht ab und auch die Hausaufgaben beschränken sich auf weniger Fächer.

  • Im Unterricht selbst erhöht sich die effektive Lernzeit, denn Organisationszeiten – gerade zu Beginn der Stunden – werden reduziert und auch der Zeitdruck im Unterricht sinkt. Gleichzeitig wird ein intensiverer Unterricht ermöglicht, da die Schüler nicht nach 45 Minuten umschalten müssen.

  • In allen Fächern ergibt sich mehr Raum für kooperative Lernformen, projektorientierten Unterricht, Maßnahmen der Binnendifferenzierung und Förderung und für Experimentalunterricht in den Naturwissenschaften.

  • Das Aufsuchen außerschulischer Lernorte innerhalb des Fachunterricht wird ebenso erleichtert wie die Einbindung von Experten in den Unterricht


Insgesamt erwarten wir durch das Doppelstundenraster eine qualitative Weiterentwicklung des Unterrichts und der schulischen Organisation, um unseren Schülerinnen und Schülern – gerade auch bei der gestiegenen Belastung durch den verkürzten Bildungsgang im Gymnasium („G 8“) – eine moderne und zukunftsfähige Bildung, geprägt sowohl von fachlich fundiertem Wissen als auch von Methodenkompetenz und personaler Kompetenz, zu vermitteln.

Nach einem Jahr wollen wir das neue Stundenraster einer kritischen und ehrlichen Überprüfung gemeinsam mit Lehrern, Eltern und Schülern unterziehen, um über die dauerhafte Einführung des Doppelstundenrasters zu entscheiden.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. November 2010 um 14:30 Uhr