Curriculum
Curriculare Aufgaben des Faches Englisch und Selbstverständnis PDF Drucken E-Mail

Selbstverständnis des Faches Englisch am Städtischen Walram‑Gymnasium Menden

Im Zuge eines steten Wachstums und einer voranschreitenden Ausbreitung eines europäischen und globalen Zusammengehörigkeitsgefühls nimmt die englische Sprache eine zentrale Rolle im kommunikativen Prozess unserer heutigen Welt ein. Dabei reichen die Wurzeln des Englischen weit in die Zeit unserer Urahnen zurück und noch immer finden sich Spuren vergangener, bedeutender (historischer) Prozesse in ihr wieder.

Hieraus leitet die Fachschaft Englisch des Walram-Gymnasiums ihre Grundsätze und ein fundamentales Selbstverständnis ab. Es soll eben nicht nur um das Vermitteln von Grammatik und Vokabeln gehen – Nein! – sondern vielmehr um das Erlernen der englischen Sprache in ihrer Gesamtheit, sodass eine barrierefreie Kommunikation möglich und ein umfassendes interkulturelles Verständnis ausgeprägt und gefördert wird.

Die Grundsätze der einzelnen Klassenstufen (im Wesentlichen nach Trennung der Sekundarstufen I und II) leiten sich direkt aus den Lehrplänen des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW in ihrer gültigen Fassung ab. Dabei stellt sich das Fach den Herausforderungen einer modernen und fortschrittlichen Schulpolitik, in unserem Fall aktuell dem System G8.[1] Den expliziten Grundsätzen eines modernen und gewinnbringenden Englischunterrichts tut diese Entwicklung keinerlei Abbruch und es ist erklärtes Ziel den Schülerinnen und Schüler nach Beendigung der Klasse 9 (Sek.I) ein breites Wissen und gute kommunikative, interkulturelle und soziale Kompetenzen sowie Spaß an der Sprache selbst vermittelt zu haben.

Die genaue Zuordnung der einzelnen (Teil-)Lernziele können den Lehrplänen auf dieser Homepage entnommen werden. Zusammengefasst folgt der Unterricht in der Sekundarstufe I folgenden Prinzipien. Im Folgenden wird der Kernlehrplan Englisch (G8) wörtlich zitiert:

Die politische, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung Europas im Kontext internationaler Kooperation und globalen Wettbewerbs stellt erweiterte Anforderungen an den Fremdsprachenunterricht und damit auch an den Englischunterricht der Sekundarstufe I. Die besondere Stellung des Englischen als Weltverkehrssprache und die damit verbundenen gesellschaftlichen Erwartungen machen es notwendig, dass sich der Englischunterricht beim Aufbau der kommunikativen Kompetenzen und der interkulturellen Handlungsfähigkeit auf konkrete Anwendungsbezüge konzentriert.

Zur Erreichung der Standards für eine Grundbildung im Fach Englisch werden dem Englischunterricht die folgenden Leitziele zugrunde gelegt:

  • Der Englischunterricht entwickelt systematisch funktionale kommunikative Kompetenzen im Spektrum der fremdsprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten „Hörverstehen/Hör-Sehverstehen“, „Sprechen“, „Leseverstehen“, „Schreiben“ und „Sprachmittlung“.
  • Diese Kompetenzen werden im Englischunterricht auf Verwendungssituationen im Alltag, in der Aus- und Weiterbildung sowie in Situationen der berufsorientierten Kommunikation bezogen.
  • Der Englischunterricht entwickelt systematisch interkulturelle Kompetenzen; es werden also Lerngelegenheiten bereit gestellt, damit die Schülerinnen und Schüler – auf der Basis eines Orientierungswissens zu exemplarischen Themen und Inhalten – Verständnis für andere kulturspezifische Denk- und Lebensweisen, Werte, Normen und Lebensbedingungen entwickeln und eigene Sichtweisen, Wertvorstellungen und gesellschaftliche Zusammenhänge mit denen anglophoner Kulturen tolerant und kritisch vergleichen können.
  • Der Englischunterricht entwickelt systematisch methodische Kompetenzen für das Arbeiten mit Texten und Medien, für die aufgabenbezogene, anwendungsorientierte Produktion von gesprochenen und geschriebenen Texten, für Formen des selbstgesteuerten und kooperativen Sprachenlernens als Grundlage für den Erwerb von weiteren (Fremd-)Sprachen sowie für das lebenslange selbstständige (Fremd-)Sprachenlernen.

Zum einen sollen aktuelle methodische Unterrichtsprinzipien zum Einsatz kommen. Zu diesen zählen insbesondere die Prinzipien der Schülerorientierung, der Kommunikationsorientierung sowie der Inhaltsorientierung, und zwar unter Berücksichtigung der Kriterien der Interkulturalität und der Authentizität. Gleichermaßen werden Verfahren zur Förderung des selbstreflexiven und selbstständigen Lernens berücksichtigt, mit dem Ziel, die Individualisierung von Fremdsprachenlernprozessen zu unterstützen. Sozial- und Arbeitsformen werden adressaten- und altersangemessen umgesetzt. Das Prinzip der Einsprachigkeit wird als funktional einsprachige Unterrichtsgestaltung realisiert. Der lebensweltlichen Mehrsprachigkeit, die in den Klassenverbänden vorhanden ist, wird Rechnung getragen.[2]

Das Maß aller Dinge ist die Schülerorientierung sowie der Aufbau kommunikativer, interkultureller und sozialer Kompetenzen.

In der Oberstufe nimmt der Unterricht im Fach Englisch noch einmal ein anderes Format an und bringt für die Lernenden einige Veränderungen mit sich. Interaktion und Kommunikation stellen auch hier die Grundsäulen eines schüler- sowie handlungsorientierten und damit guten Englischunterrichts dar. Die Kompetenzen aus der Sek.I werden aufgegriffen, erweitert und gefestigt. Hinzu kommt eine zunehmend wissenschaftspropädeutische Ausrichtung des Oberstufenunterrichts im Allgemeinen, was direkt in den gültigen Richtlinien des Faches gefordert wird. Insgesamt gelten folgende Grundsätze für den Englischunterricht der gymnasialen Oberstufe:

  • Eine vertiefte allgemeine Bildung, wissenschaftspropädeutische Grundbildung und soziale Kompetenzen, die in der gymnasialen Oberstufe erworben bzw. weiterentwickelt werden, sind Voraussetzungen für die Zuerkennung der allgemeinen Hochschulreife; sie befähigen in besonderer Weise zur Aufnahme eines Hochschulstudiums oder zum Erlernen eines Berufes.
  • Besondere Bedeutung kommt dabei grundlegenden Kompetenzen zu, die notwendige Voraussetzung für Studium und Beruf sind. Diese Kompetenzen - sprachliche Ausdrucksfähigkeit. fremdsprachliche Kommunikationsfähigkeit, Umgang mit mathematischen Systemen, Verfahren und Modellen - werden nicht nur in den Fächern Deutsch, Mathematik, Fremdsprache erworben.
  • Lernprozesse, die nicht nur auf kurzfristige Lernergebnisse zielen, sondern die dauerhafte Lernkompetenzen aufbauen, müssen gestärkt werden. Es sollten deutlicher Lehr- und Lernsituationen vorgesehen werden, die selbstständiges Lernen und Lernen in der Gruppe begünstigen und die die Selbststeuerung des Lernens verbessern.
  • Zum Wesen des Lernens in der gymnasialen Oberstufe gehört das Denken und Arbeiten in übergreifenden Zusammenhängen und komplexen Strukturen. Unverzichtbar dafür ist neben dem fachbezogenen ein fachübergreifend und fächerverbindend angelegter Unterricht.

Dezidiertere Angaben zu allen Feldern der curricularen Vorgaben im Englischunterricht der gymnasialen Oberstufe finden sich in den „Richtlinien für die Sekundarstufe II – Gymnasium/Gesamtschule, herausgegeben in der Schriftenreihe Schule in NRW, Heft Nr. 4704".

Für Fragen, Hinweise und Anregungen stehen wir als Schule und Fachschaft jederzeit zur Verfügung und wünschen allen viel Spaß an der englischen Sprache!



[1] Gymnasiale Schulbildung in acht Jahren: Klasse 5-9 als Sekundarstufe I, Klasse 10 als Einführungsphase für die Oberstufe und die Klassen 11+12 als Qualifikationsphase, abschließend mit dem Abitur als höchstem Abschluss weiterführender Schulen in Deutschland.

[2] http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/kernlehrplaene-sek-i/gymnasiumg8/englisch-g8/kernlehrplan-englisch/aufgaben---ziele/ - gekürzt, 2011-01-19.



2011-11-27 - Kno

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 29. November 2011 um 10:35 Uhr