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Die besondere Bedeutung von Fremdsprachen in einer von globalen Vernetzungen geprägten Zeit ist unbestritten. Daher bemüht sich das Walram-Gymnasium seit Jahren, seinen Schülern den Erwerb international anerkannter Diplome und Auslandsaufenthalte während der Schulzeit zu ermöglichen. Vom Sprachenkoordinator Jochen Menke werden Schüler und Eltern im Rahmen einiger Informationsveranstaltungen mit den Angeboten und Programmen vertraut gemacht. In diesem Schuljahr nehmen 54 Schüler an außerschulischen fremdsprachlichen Prüfungen teil, die aber sowohl im Unterricht als auch an Nachmittagen oder sogar Samstagen zusammen mit Lehrkräften vorbereitet werden. Zu erwähnen ist, dass alle 8 Kandidaten der englischen Cambridgeprüfung bereits bestanden haben und sich in diesen Tagen 39!! Schüler um das französische DELF-Diplom bemühen. Zur Zeit befinden sich 15 Walramschüler der Stufe 11 für einige Wochen, Monate oder auch ein ganzes Jahr in Frankreich, England, in den USA, in Kanada, Neuseeland, Japan und Thailand.
Von den vielen individuellen Auslandsaufenthalten unserer Schüler sollen heute zwei exemplarisch hervorgehoben werden und die Schülerinnen sollen selbst zu Wort kommen. Hannah Kleine nimmt an einem Programm der Bezirksregierung Düsseldorf teil: Auf einer Informationsveranstaltung des Walram-Gymnasiums erfuhr ich, dass die Bezirksregierung Düsseldorf jedes Jahr aufs Neue ca. 100 Schülern, jeweils zur Hälfte aus Deutschland und Neuseeland, die Möglichkeit bietet, bei einem gegenseitigen Austausch, das jeweils andere Land für 2 Monate kennen zu lernen. Meine neuseeländische Partnerin ist Emma Williams aus Nelson, Neuseeland, Der erste Teil des diesjährigen Austausches mit dem Besuch der neuseeländischen Gastschüler in Nordrhein – Westfalen endete bereits am 25. Januar. Doch ehe ich mich Ende Februar auf den Weg ins „Kiwi Paradise“ mache, bleibt für beide Seiten eine einmonatige Zeit des Aufarbeitens des bereits Erlebten bzw. der Vorbereitungen auf den zweiten Teil des Austausches. Emma Williams erkundete während ihrer Zeit in Deutschland viele spannende und neue Dinge, lernte viele Städte der Umgebung (Köln, Münster, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Bochum, etc.) kennen, verbrachte 10 Tage auf der deutschen Nordseeinsel Juist und integrierte sich in erster Linie in ein deutsches Familienleben. Sie besuchte für die Dauer ihres Aufenthaltes in Menden das Walram Gymnasium und stellte bereits nach wenigen Tagen fest, dass sich hier doch gravierende Unterschiede zu der ihr bekannten Schulform aus Neuseeland auftaten. Als besonders positiv empfand sie sowohl den viele Fächer umfassende Stundenplan, als auch die Erfahrung auf eine gemischte Schule mit Mädchen und Jungen gehen zu können. Außerdem erlebte Emma das erste Mal in ihrem Leben einen Winter mit richtigem Schnee, auch wenn die traditionell „weiße Weihnacht“ erst ein bisschen verspätet kam. Besondere persönliche Highlights waren für Emma der Besuch des Planetariums in Bochum, das Musical Starlight Express, der Kölner Dom, sowie die gemütliche Atmosphäre der verschiedenen Weihnachtsmärkte. Jedoch war für Emma das vorrangige Ziel, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und die erlernte Sprache anzuwenden. Dies war vor allem durch die Einbindung ins Familienleben und Kontakte mit neuen Freunden und Mitschülern möglich. Der erste Teil des Austausches war somit eine positive Erfahrung für beide Seiten, mit Spannung und Vorfreude erwarte ich nun die anstehende Zeit in Neuseeland. Guilia Castelluzzo hörte bei der gleichen Informationsveranstaltung am Walram von dem Austauschprogramm Voltaire: Als ich davon hörte, war ich sofort interessiert. Ein Frankreichaustausch, der 23 Wochen dauern sollte, wurde an unserer Schule angeboten und als Herr Menke mich näher darüber informierte, habe ich beschlossen, an diesem Programm teilzunehmen. Meine französische Austauschpartnerin war als erstes hier in Deutschland, und letztes Jahr im September ging es dann endlich für mich los. Ich hatte mir von diesem Programm auf jeden Fall erhofft, nach meinem Aufenthalt die französische Sprache fließender und besser sprechen zu können und ich muss sagen, dass ich nicht nur diese Fertigkeit mit nach Deutschland zurückgebracht habe. Ich hätte nie gedacht, dass man so sehr in die Gastfamilie integriert und von allen mit offenen Armen empfangen wird. Meine Austauschschülerin und ich haben eine sehr enge Freundschaft über diesen langen Zeitraum aufgebaut und auch mit vielen anderen Personen, die ich in Frankreich kennen gelernt habe, habe ich sehr schöne Momente erlebt. Dank dieses Programmes durfte ich in eine andere Kultur eintauchen und unvergessliche Momente mit wunderbaren Menschen erleben. Anfangs hatte ich Angst, dass ich mit all den fremden Leuten nicht klar komme, jedoch bin ich fest davon überzeugt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe und ich kann von Glück sagen, dass ich eine Gastfamilie und vor allem eine Austauschschülerin hatte, die meine Interessen teilte. |