Unter
Anleitung von Herrn Hering vom Naturschutzzentrum Arche Noah
untersuchten die Schüler die Gewässergüte der renaturierten Hönne
unterhalb von Lendringsen.
Eine
Gruppe erfasste mit Test-Kits die chemische Gewässergüte. Bis auf den
Sauerstoffwert lagen alle Parameter im oberen Bereich der Gewässergüte
2. Das warme Wetter und die fehlenden Niederschläge haben z. Zt. die
Wasserführung der Hönne massiv eingeschränkt, was sich sich auch auf den
Sauerstoffgehalt auswirkt.
Hier
zeigt sich auch die Schwäche der chemischen Gewässergütebestimmung, so
werden durch temporäre Ereignisse die Messwerte sofort nach oben oder
unten beeinflusst.
Dies
gleicht die biologische Gewässergütebestimmung aus, die noch Einflüsse
erfasst, die schon mehrere Monate zurückliegen. Hierzu untersuchte eine
zweite Schülergruppe die Fauna der Hönne an ausgewählten Stellen.
Organismen mit geringen Toleranzbereichen dokumentieren durch ihr
Vorkommen eine bestimmte Wasserqualität. Voraussetzung ist eine exakte
Bestimmung der Tiere und ihre quantitative Erfassung. Der so ermittelte
Saprobienindex ergab eine Gewässergüte im obersten Bereich der
Gewässergüte 2. Nach Aussage von Herrn Hering erreichen nur Gewässer
außerhalb anthropogener Besiedlung bessere Werte.
Eine
dritte Schülergruppe hatte die Gewässerstrukturgüte erfasst. Diese
dokumentiert, wie stark das Gewässer einem natürlich geprägten Gewässer
entspricht. Die Schüler konnten hier die hohe Qualität der
Renaturierungsmaßnahmen in diesem Hönneabschnitt erkennen.
Die
Artenvielfalt in diesem Hönneabschnitt ist hoch. Nur das gehäufte
Auftreten der Neophyten Herkulesstaude und drüsiges Springkraut fiel
negativ auf. |