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Nachdem sich die Schüler des Differenzierungskurses Chemie/Biologie der Stufe 9 über mehrere Wochen mit dem Thema „Kalk“ beschäftigt hatten, besichtigten sie den Kalksteinabbau und die Herstellung des gebrannten Kalks. Die Firma „Rheinkalk“ lud den Kurs in das nahe gelegene Hönnetalwerk ein.
Jeder Schüler war gespannt darauf, die Kalkverarbeitung näher kennenzulernen und den riesigen Steinbruch zu besichtigen. Unsere Lehrer, Herr Müller und Herr von Delft, empfahlen uns, möglichst viele Fragen zu stellen, denn die Möglichkeit ein Kalkwerk zu besichtigen hat man, wenn überhaupt, nur einmal im Laufe der Schulzeit.
Mit einem Bus brachen die Schüler also zum Hönnetalwerk der Firma „Rheinkalk“ auf. Viele Schüler kannten das Werk nur von außen und waren dementsprechend von der Größe des Betriebes und des Geländes überwältigt.
Zuerst besuchten wir die betriebseigene Ausbildungswerkstatt, in der uns Herr Reinhold Münch, der uns den ganzen Tag durch das Werk führte, einen Vortrag über das Werk und den Steinbruch hielt. Er erklärte die Wirkungen eines Sedimentationsbeckens, warnte uns aber auch gleichzeitig vor den Gefahren eines solchen. Er erläuterte uns den Renaturierungsvorgang eines solchen Sedimentationsbecken. Diese Renaturierung bedeutet, dass Rheinkalk die stillgelegten Becken neu bepflanzt und wieder der Natur übergibt. Diese „rekultivierten“ Becken stehen unter Naturschutz. Der Vortrag endete, nachdem uns Herr Münch die übrigen Umweltschutzmaßnahmen des Unternehmens Rheinkalk erläutert hatte.
Nun begann der Teil der Führung, auf den sich viele Schüler gefreut hatten. Wir fuhren mit unserem Bus in den Steinbruch. Jetzt konnten wir zum ersten Mal die gesamten Ausmaßen des Steinbruchs und des Sedimentationsbeckens sehen. Wir fuhren zu einer Umladestelle. Dort werden nachdem eine größere Masse Kalkstein abgesprengt worden ist, die Gesteinsbrocken auf riesige Muldenkipper verladen. Da die Gesteinsbrocken oft jedoch noch zu groß sind, werden sie in einem „Vorbrecher“ auf eine ideale Größe gebrochen. Im Steinbruch bot sich uns auch die Möglichkeit einen riesigen Elektrobagger zu erklimmen. Als sich alle Schüler auf der gewaltigen Maschine tummelten, gab es ein perfektes Motiv für ein Klassenfoto.
Nachdem wir den Steinbruch erkundet hatten, fuhren wir wieder zurück ins Werk. Dort besichtigten wir den Drehrohrofen. In diesem Ofen wird Calciumcarbonat auf ca. 1100° Celsius erhitzt um Calciumoxid zu erhalten. Im Werk sahen wir uns außerdem den Vorwärmer an, in dem der Kalkstein für den Drehrohrofen vorgewärmt wird und einen Kontrollraum. In diesem wurden alle Eigenschaften des Ofens überwacht. Der gebrannte Kalk wird anschließend durch Zerkleinern, Feinmahlen und Löschen zu unterschiedlichen Kalkprodukten verarbeitet.
Nun fuhren wir noch durch die Lager des Werkes. Hier lagern unter anderem Calciumcarbonat in verschiedenen Korngrößen. Nach dieser Besichtigung endete unser Ausflug ins Hönnetalwerk.
Der Differenzierungskurs der Stufe 9 bedankt sich bei der Firma Rheinkalk für die interessante Führung. |