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Am Dienstag, 27. 03. 2012 wird der Kinderbuchautor Jürgen Banscherus das Walram-Gymnasium besuchen und für die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse aus seinen Büchern vorlesen. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit mit dem Autor zu sprechen und sich ein Buch signieren zu lassen.
„Ein Kinder- und Jugendbuchautor muss die Kinder begeistern, ihre Aufmerksamkeit gewinnen. Das ist nicht einfach, wenn manchmal 100 Kinder vor einem sitzen. Jürgen Banscherus hat eine hervorragende Lesestimme, mal leise, mal laut, mal samtweich, dann wieder rau – er baut Kinder aus dem Publikum ganz gezielt in seine Geschichte mit ein. Nach jeder Lesung beantwortet er mit viel Geduld die Fragen der Kinder. Was nach diesen Lesungen immer fasziniert, ist der Wunsch der Kinder, vom Autor ein Autogramm zu bekommen.
Jürgen Banscherus hat schon über 50 Bücher geschrieben. Bekannt wurde er durch seine « Ein Fall für Kwiatkowski »-Reihe. Das sind Detektivgeschichten für Kinder, bei denen man nicht schon gleich zu Beginn des Buches weiß, wie sie enden.
Jürgen Banscherus ist ein Garant dafür, dass unsere Kinder den Spaß und die Freude am Lesen von Büchern nicht verlieren, dass sie begeistert werden für das Medium Buch. Denn: „Lesen ist wie Kino im Kopf“ und Lesen regt die Phantasie an und gibt dem, der liest, die Möglichkeit, mitzudenken und über das Gelesene nachzudenken. Seine älteren Leser haben dann nicht mehr viel zu lachen: Seine Jugendkrimis sind anspruchsvoll und sparen auch nicht an Härte.
Brisante und sozialkritische Themen wie Vorurteile, Diskriminierung und Jugendkriminalität geht Banscherus nicht mit dem berühmten erhobenen Zeigefinger an. Er präsentiert den Kindern auch nicht unbedingt die Lösung, sondern konfrontiert sie mit unterschiedlichen Meinungen und will die Kinder dazu bewegen, Wege zur Lösung von Problemen zu finden. Für Jürgen Banscherus steht Gerechtigkeit ganz weit oben und er ist couragiert und hartnäckig, einfühlsam, und dazu oft schweigsam. Das alles findet sich auch in seinen Büchern wieder. Er traut seinen Lesern zu, damit fertig zu werden, dass es häufig kein „Happy End“ gibt und das ist in unserer Welt, die immer nur das Gute und Schöne siegen lassen will, schon etwas ganz Besonderes.
Banscherus wurde 1949 in Remscheid geboren, er studierte Geistes- und Sozialwissenschaften in Münster und Bonn. Er arbeitete als Journalist, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschung, Verlagslektor und als Dozent in der Erwachsenenbildung. Seit 1989 ist er freier Schriftsteller und PEN-Mitglied. Banscherus ist verheiratet, Vater zweier Kinder und lebt in Witten an der Ruhr. 1985 erschien sein erstes Kinderbuch, inzwischen sind seine Bücher in sieben Sprachen übersetzt worden. Banscherus erhielt neben verschiedenen Auszeichnungen den Literaturpreis Ruhrgebiet für sein Gesamtwerk, den Hansjörg-Martin-Krimipreis 2006 und im Dezember 2010 den begehrten ,Anette-von-Droste-Hülshoff-Literaturpreis’.“
Quelle: Buchhandlung Daub |